Der Lehrgang «Love Politics» startet in der Schweiz

Fast die Hälfte der Schweizer Gemeinden hat Mühe, ihre Exekutivämter zu besetzen. Gleichzeitig wäre nahezu jede zweite Person grundsätzlich bereit, politische Verantwortung zu übernehmen – weiss jedoch oft nicht, wie der Einstieg gelingt. Hier setzt der Love-Politics-Lehrgang an: Das Ausbildungsprogramm fördert die Repräsentation untervertretener Bevölkerungsgruppen auf Gemeindeebene.

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Wichtige gesellschaftliche Perspektiven sind in politischen Gremien heute deutlich unterrepräsentiert: Junge Menschen stellen nur 1,2 Prozent der Nationalrät:innen, Frauen machen bloss ein Viertel der Gemeindeexekutiven aus, und Menschen mit Migrationsgeschichte sind mit rund 16 Prozent politisch aktiv – bei einem Bevölkerungsanteil von 41 Prozent.

Der Love-Politics-Lehrgang setzt genau hier an. Dezentrum-Partner Mirko Fischli hat das Programm selbst durchlaufen und baut es nun in der Schweiz mit auf.

Gute politische Entscheidungen brauchen unterschiedliche Perspektiven. Genau hier setzt Love Politics an und bietet einen konkreten Weg in die Politik für alle, die sich engagieren wollen.

Mirko Fischli

Praxisnah, überparteilich und berufsbegleitend

Der Lehrgang ist bewusst berufsbegleitend konzipiert und richtet sich an alle, die politische Verantwortung übernehmen möchten – unabhängig von Parteizugehörigkeit, Alter, Ausbildung oder bisheriger Erfahrung. Er vermittelt fachliche Grundlagen zur Funktionsweise der Schweizer Politik, stärkt die persönliche Resilienz im Umgang mit Druck und öffentlicher Aufmerksamkeit und unterstützt den Aufbau eines überparteilichen Netzwerks.

Love Politics ist damit das erste Programm in der Schweiz, das die Gemeindeebene ins Zentrum stellt, gezielt unterrepräsentierte Gruppen anspricht und politische Kompetenz mit persönlicher Entwicklung verbindet.

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Die Inhalte wurden gemeinsam mit Expert:innen und Politiker:innen aus unterschiedlichen politischen Lagern entwickelt. Unterstützt wird der Launch in der Schweiz von Jessica Brandenburger (SP), Nicola Forster (GLP, Team Ensemble), Michel Rudin (GLP), Sarah von Felten (ETH), Andri Silberschmidt (FDP), Anders Stokholm (FDP, Präsident SGG), Demokratie Stiftung, Mandy Abou Shoak (SP), Philipp Kutter (Mitte), Reto Schneider (NZZ) oder Markus Iseli (SVP).

Erste prominente Bewerberin für den Studiengang ist Autorin und Podcasterin Gülsha.

Politik darf kein elitärer Club sein, sondern der Ort, an dem wir unser Zusammenleben aushandeln. Love Politics gibt denjenigen eine Stimme, die bisher zu oft überhört wurden.

Gülsha

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Der erste Lehrgang läuft von September 2026 bis März 2027. Bewerbungen sind möglich über lovepolitics.ch.

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